Hinweis:
Die nachfolgende Seite bietet ausschließlich Empfehlungen und Informationen, die zur Orientierung dienen sollen. Sie ersetzen keinesfalls den Besuch bei einer Tierärztin oder einem Tierarzt. Im Zweifelsfall und bei Bedarf wird dringend empfohlen, stets fachkundigen tierärztlichen Rat einzuholen. Die bereitgestellten Inhalte basieren auf unseren eigenen Erfahrungen sowie wissenschaftlichen Informationen. Bitte, konsultiert eine fachliche Beratung.
Giradien beim Hund !
Unsere Hunde werden regelmäßig & prophylaktisch kurz vor der Ausreise gegen Giardien behandelt.
Selbstverständlich ebenfalls bei Symptomen.
Ein Test erfolgt allerdings nicht vor Ausreise, da dies eine Sicherung suggeriert, die wir nicht geben können! Es ist möglich, dass sich die Tiere direkt wieder anstecken und letztendlich doch infizieren bevor sie im Zuhause ankommen.
Welpen mit schwachen Immunsystem und insbesondere ältere oder empfindliche Hunde haben mit dem durchgemachten Reisestress wenig diesen Parasiten entgegenzusetzen! Auch das Leben zuvor im unruhigen Tierheim bedeutet eine grosse Herausforderung
für die Fellnasen!
Dazu lieben Giardien die kalte Feuchtigkeit im Herbst und Winter.
Reinfektionen, nicht direkt wirksame Behandlungen oder auch sehr resistente Parasitenstämme machen ein Ausrotten dieser Einzeller mehr als schwer!
Ebenso braucht es aufgrund der sehr lang überlebensfähigen Zysten manchmal mehrere Behandlungszyklen.
Wir empfehlen, eure Fellnase ca. 5- 7 Tage nach Ankunft prophylaktisch
(ggf. beim ersten heimischen Tierarztcheck) testen zu lassen!
Bei Symptomen direkt ! !
Was sind Giardien?
Giardien sind Dünndarmparasiten, die verschiedene Tierarten befallen können und ÜBERALL vorkommen!
Beim Schnuppern im Garten oder beim Spielen mit Artgenossen auf der Wiese, im Trinknapf oder anhaftend am Fell können sich Hunde mit dem Parasiten infizieren.
Ob auf öffentlichen Freilaufflächen, oder bei uns im Tierheim' Giardien können auf dem Erdboden teils monatelang überleben und machen ihre Bekämpfung schwer.
Nach Aufnahme besiedeln die Parasiten den Dünndarm, heften sich an die Schleimhaut, leben und ernähren sich dort.
Kohlenhydrate bzw. der aufgespaltene Zucker lieben diese Parasiten als Nahrungsquelle.
Die kleinen " Biester " sind sehr widerstandsfähig, wie hochansteckend und gelangen über den Kot in die Umgebung, wo sie monatelang überleben – bis sie vom nächsten Wirt aufgenommen und verbreitet werden.
Leben mehrere Tiere zusammen, ist die Gefahr groß, dass sie sich gegenseitig infizieren.
In Rumänien sind sie ebenfalls im " Trinwasser" aus dem Harn enthalten.
Besonders anfällig sind Welpen oder immunschwache Hunde, wo sie Darmgesundheit langfristig schädigen können.
Sie können auch den Menschen befallen.
Bei erwachsenen, gesunden Menschen ist die Erkrankung zumeist problemlos. Für Kinder, ältere Personen und Personen mit einem geschwächten Immunsystem stellen Giardien ein grösseres Risiko dar und es kann zu starkem Symptomen kommen.
Sehr interessant:
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https://www.ralph-rueckert.de/blog/giardien-bei-hund-katze-und-mensch-auf-dem-weg-zur-weltherrschaft/
Trophozoiten = aktive, fruchtbare Form des Parasiten, die sich an der Darmwand anheftet und neue Zysten bildet.
Zysten = Dauerform, die mit einer Schutzhülle umgeben sind und durch den infizierten Hund ausgeschieden werden. Sie sind widerstandsfähig und resistent gegenüber Umwelteinflüssen sind. In einer feuchten Umgebung können sie bis zu drei Monate außerhalb des Wirts überleben.
Auch im Kot können sie eine Woche ansteckend bleiben.
Gelangen die Zysten z.B. durch Lecken oder Schnuppern wieder in den Hund, verwandeln sie sich im Darm in Trophozoiten und der Kreislauf beginnt von Vorne.
Bereits eine kleine Menge dieser Form der Giardien kann zu einer Infektion führen. Da die Zysten auch am After und Fell deines Hundes hängen bleiben können, kann er sich auch wieder selbst infizieren...
Symptome :
Nicht jeder infizierte Hund zeigt Symptome!!
Giardien können die Dünndarmschleimhaut schädigen und verursachen häufig Durchfälle. Die uns Pfotenbesitzern dann sorgevoll- verzweifelnd dastehen lassen.
Aber die Symptome können vielfältig sein:
▪︎ leichte bis schwere oder wiederkehrende Durchfälle (schleimig, blutig oder auch schaumig)
▪︎ Kot deines Hundes riecht strenger als üblich oder weist er eine schleimige bis wässrige Konsistenz auf.
▪︎ Erbrechen, Appetitlosigkeit mit ggf. Gewichtsverlust
▪︎ In schweren Fällen Schwächung und Wachstumsstörungen
▪︎ ggf. leichtes Fieber
Nicht jeder Durchfall ist ein Zeichen von Giradienbefall, Stress, Futterumstellung und auch andere Erkrankungen können dahinter stecken !
Die Abklärung durch deinen Tierarzt ist dann auf jeden Fall empfehlenswert!
Diagnostik:
Einen Giardienparasiten- Erkrankungen (Giradiose) kann man leider nicht mit dem bloßem Auge erkennen.
Giardien werden anhand einer Kotprobe diagnostiziert.
Wichtig!
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Da Tiere auch KEINE Symptome zeigen können, sollten alle Tiere im Haushalt getestet und behandelt werden.
Behandlung:
Wenn eure Fellnase mit Giardiose diagnostiziert wurde, wird der Tierarzt Medikamente für die Behandlung verschreiben. Es gibt verschiedene Wirkstoffe, mit denen der Giardienbefall behandeln werden kann.
Euer Tierarzt wird darüber aufklären, welche Behandlungsart für eure Fellnase sinnvoll ist und wie lange sie notwendig ist.
Dazu sind Hygienemaßnahmen notwendig, welche bestenfalls täglich durchgeführt werden sollten:
▪︎ Liegeplätze, Näpfe, Spielzeuge etc. mit abgekochentem Wasser (mind. 65° C) waschen
& gründlich trocknen.
▪︎ ggf. Spezialreiniger verwenden.
▪︎ Teppiche und Stoffmöbel, aber auch Körbchen, Decken sollten gründlich mit einem Dampfreiniger (5 Minuten bei 70 °C
oder 1 Minute bei 100 °C) gereinigt werden, ansonsten Waschen bei hohen Temperaturen
& gründlich trocknen.
▪︎ Tragt bei Kontakt mit Kot Handschuhe !
▪︎ gründlich Hände waschen, wenn ihr Kontakt mit eurem Tier hatten.
▪︎ Hund nur aus seinem eigenen Napf fressen und trinken lassen!
▪︎ Trinkwasser mehrmals täglich wechseln!
▪︎ Kot immer sofort eintüten, verschliessen und entsorgen!
▪︎ Transportbox nicht vergessen' diese auswaschen und desinfizieren!
▪︎ Hund regelmässig am After waschen.
Bei Langhaarhunden empfiehlt es sich, die Haare beim Analbereich zu stutzen! Da hier Zysten anhaften können.
▪︎ Ernährung anpassen - kohlenhydratarmes Futter, das den Magen schont!
Siehe unten: Rezept Möhrensuppe
Wie lange es dauert, bis der Hund frei von Giardien ist, ist individuell und hängt sehr von den Hygienemassnahmen mit ab.
Um sicherzugehen, dass die Behandlung erfolgreich war, wird nach etwa einer Woche nach Abschluss der ersten Behandlung erneut eine Kotprobe auf Giardien getestet.
Vorbeugung :
Achten Sie darauf, dass Ihr Hund keinen Kot von anderen Tieren frisst, länger beschnuppert und nicht aus fremden Näpfen
anderer Tiere trinkt.
Beachte' auch Pfützen, Teiche mit stehendem Wasser könnten durch andere Tiere kontaminiert worden sein!
Sorgt für ein gestärktes Immunsystem eures Vierbeiners. Wir empfehlen eine Darmkur - insbesondere nach Abschluss einer Behandlung.
■ regelmässige Kräuterkur -
z.B. von Bellfor :
https://at.bellfor.info/versteckten-gefahren-der-wurmbehandlung-bei-hunden
■ regelmässig Kausnacks mit Fell :
Kaninchen, Pferd, Lamm...Was euer Hund mag und verträgt' Hauptsache ohne Chemie !
z.B. von Inpetto:
https://inpetto.com/p/kaureks-natur-hundeleckerlies-kaninchenohren-mit-fell-500g/knh04051.html
Wie gesagt, einen Hund dauerhaft Giardien frei zu halten scheint für uns unmöglich!
Ein Hund schnuppert, agiert mit fremden Artgenossen und erfreut sich dabei seines Lebens.
Morosche Möhrensuppe:
Wir hoffen, dass diese Angaben euch gut informieren und im Krankheitsfall es eurer Fellnase schnell wieder besser ergeht!
Zögert nicht, euch bei Fragen oder Herausforderungen an den vermittelnden Verein zu wenden.
Sie helfen euch gerne weiter!